Mittwoch, 17. Juli 2013

Das Problem an Solo Queue.

Nun, in meinem zweiten Post komme ich darauf zusprechen, was mich persönlich an der Solo Queue stört - Ihr wird zuviel Beachtung geschenkt. Denn was sagt das Solo Queue-Rating anderes als "Hey, schaut mich an. Ich kann in einem Teamspiel alleine spielen!" ?

Ich habe persönlich nichts dagegen, dass Leute - wenn sie Ranked spielen - hauptsächlich Solo Queue spielen - denn was sollte ich auch dagegen haben? Was mich stört ist jedoch, dass der Skill eines Spielers automatisch an seinem Solo Queue-Rating festgemacht wird. So heißt es oft "Hey, schau dir den an, der ist Bronze III, der wird eh nicht spielen können." Oft endet dies dann in grundlosen Reports, die, wenn sie angekündigt werden, selbst reportet werden. "False Reporting" - also Reporting aufgrund falscher Tatsachen - ist ein riesiges Problem in der Fangemeinde von League of Legends. Ich war selbst ehrlich gesagt häufiger erstaunt, dass mich ein Bronze-Spieler durchs Spiel gebracht hat, ohne sich selbst arrogant in den Himmel zu jubeln, wie es viele Spieler auf Gold-Niveau oder höher mehr als gerne tun.

Jetzt fragt man sich sicher "Wovon redet (oder schreibt) der Kerl da, er sagte doch er ist Silber V, was weiß der schon?" Nun, wenn man das wirklich glaubt, dann möchte ich euch an der Stelle mal aufklären - eine Menge. Silber V ist der Stand meiner Solo Queue-"Karriere" bis dato. Ich gebe mir nicht sonderlich viel Mühe, denn ich möchte in der Solo Queue wirklich nicht abheben, um dann mächtig auf die Schnauze zu fallen.
Ich bin ein Spieler, der sehr kommunikativ ist. Ich werde sehr schnell aufbrausend, aber ich mache liebend gern Calls und bringe meine Idee einer Strategie mit ein. So kommt es gerne Mal vor, dass ich in der Team Queue plötzlich um ein vielfaches besser spiele - es sei denn, dass Team reagiert auch auf Feedback und fängt nicht wie wild an zu flamen. 

Spieler mögen die Idee eines Einzelnen, der Befehle gibt nicht, was ich auch voll und ganz verstehen will. Wenn man allerdings auf Erfolg hinaus ist (wofür die Ladder gedacht ist), sollte man kooperieren, was sich ohne Absprache, Taktiken und Befehle als sehr schwierig erweist. Im Full Premade-Team hat man oft schon den Vorteil, dass man ein VoIP-Programm jeglicher Arten zur Verfügung hat, doch so recht wird dies selten so genutzt, wie es genutzt werden sollte. Ruhe in einem Gespräch sorgt für Konzentration, Konzentration führt zu besserer Analyse des Spiels, bessere Spielanalyse führt zu besseren Calls.

Um den letzten Teil zusammenzufassen: Während eines Ranglistenspiels sollte man vielleicht mal Anekdoten der letzten Feier beiseite lassen und sich eher auf das Geschehen konzentrieren, um so besser im Allgemeinen abzuschneiden. Erfolg und demnach Sieg sind nur noch eine Sache der Zusammenarbeit der einzelnen Spieler.

Auch heute wieder ein eher langer Post, aber dennoch vielen Dank fürs Lesen. GLHF in kommenden Spielen, Beschwörer!

Dienstag, 16. Juli 2013

Das Problem am jetzigen Ladder-System

Okay... Erster Post und ich werde vermutlich hauptsächlich Dampf ablassen wollen, ob meine Formulierungen dabei sachlich korrekt bleiben kann ich also nicht versprechen.

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Ich spiel League of Legends sehr gerne. Man hört mich oft anderes sagen, aber an sich ist es im Grunde genommen ein gelungenes Spiel, dass allerdings immer noch sehr mit Fehlern zu kämpfen hat. Wird einer eliminiert, taucht der nächste auf und so weiter und sofort. Aber auch das ist nicht mein Problem, denn wäre das Spiel perfekt und fehlerlos, würde es garantiert schnell seinen Reiz verlieren.

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Mein Problem ist das aktuelle Ladder-System. Das ELO-System hatte seine Macken, erst Recht nachdem Riot daran rumgebastelt hat und plötzlich das Top Rating für die ELO am Ende der Season 2 ergeben hat, wie man die Season abgeschlossen hatte. Ich hatte in pre-Season 2 Gold erreicht, habe mir dann allerdings hier und da ein paar Fehler erlaubt und bin von den 1600ern runter auf 900. Ich bin nicht lange in Bronze herumgeirrt, schnell hatte ich wieder meinen Platz im 1200er Bereich erspielt. Ich habe etwas entspannter gespielt, da ich mir sicher war, dass "mir niemand mein Top Rating nehmen könnte", auch wenn es mir keine höhere Platzierung am Ende der Season ermöglichen würde. Ich wollte einfach nur Bestätigung haben, ich war einmal dort, ich könnte es sicher noch einmal schaffen. Oh mann, hab ich falsch gelegen.

Irgendwann gegen Ende 2012 hab ich mich dann auf die Änderungen am ELO-System gefreut. Das Top Rating war nun ausschlaggebend für die Platzierung am Ende der Season. Ich hab mich mehr als nur gefreut: ich hätte endlich ohne Bedenken ruhig im Bronze-/Silber-Bereich weitermachen können, ohne einen Grund mich aufzuregen, denn ich hatte mein Gold-Top Rating ja schon in der Tasche. Als ich dann las, dass sie das Top Rating auf das aktuelle Rating ändern würden, wurde ich leicht sauer. Aus meinen 1600 wurden 1250. Ich wollte wenigstens auf die 1400 hoch, um Silber zu erhalten. Glücklicherweise gab es Silber mit der Änderung des ELO-Systems dann ab 1150, also habe ich weiter immer mal wieder Rankeds gespielt, in der Hoffnung vielleicht irgendwann in Season 2 ja doch noch auf Gold hochzufinden. Daraus wurde allerdings nichts, aber immerhin war ich nicht Bronze.

Mit Season 3 kam wieder ein völlig neues Ladder-System. Ausgerechnet jenes, welches in Starcraft II verwendet wird. Für mich hieß das in dem Fall nur eines: Riot versuchte, ein 1v1 Ladder-System für ein Spiel zu verwenden, in dem es keine 1v1-Ladder gibt. Die Idee, dass man durch spielen reintheoretisch nur aufsteigen konnte, gefiel mir jedoch. Ich habe in pre-Season 3 einer Bekannten einen Gefallen getan und mit ihr Ranked gespielt. Da ich nach Season 2 die Lust an Ranked verloren hatte, war mein Rating mir egal, allerdings wollte ich dennoch mein bestes geben, um wenigstens dort platziert zu werden, wo ich die Season zuvor aufgehört hatte. Nach den 10 Spielen hatte ich dann Silber III in der Tasche, was etwa dem 1300er ELO-Bereich entsprach - also war ich dort angekommen, wo ich aufgehört hatte. Das war in den letzten 3 Jahren das erste Mal, dass etwas lief wie geplant. Also feierte ich das neue Ladder-System und war gespannt, ob mir vielleicht noch mehr Türen offen stehen würden. Leider merkte ich schon bald, dass der Erfolg doch nicht von langer Dauer war - Bronze I bis Silber III waren ausgerechnet die Ligen, in denen Neulinge im Ranked anfingen. Hier ein Feeder, dort ein Flamer, wie man es leider heutzutage gar nicht mehr anders kennt. Ich hörte auf, Ranked zu spielen und fiel von Silber III auf Silber V, wo ich nun schon seit einer Weile festsitze.

Jetzt komme ich dann endlich zum Thema, wieso ich das hier alles angesprochen habe: Das Problem mit dem Ladder-System. Wie ich bereits erwähnte, ist das Ladder-System so ziemlich eins zu eins aus Starcraft II übernommen. Nicht umbedingt eine schlechte Sache, möchte man meinen. Immerhin kann es gut gehen, wenn man etwas erfolgreiches für das eigene Spiel übernimmt, aber dann sollte man es auch richtig machen. Das Problem aktuell ist für viele Spieler einfach, das sie kaum eine Chance haben, aus dem Bereich von Bronze I bis Silber III rauszukommen. Denn Spieler, die vielleicht maximal auf Bronze III-Niveau spielen, aber noch nie zuvor Ranked gespielt haben, werden definitiv in diesem Bereich starten. Während man erwartet, das LoL ein reiner Routine-Prozess ist, wird man schnell enttäuscht - Um besser zu werden, müssen die Spiele schwieriger werden. Nicht durch Spieler, die schon zum Minion-Spawn ihre Grenzen erreicht haben und schlicht und einfach überfordert sind, sondern durch faire Spiele, die dem Skill-Level der aktuellen Division gerecht werden. Was müsste man also tun, um eben dies zu erreichen? Ganz einfach - man sollte einfach die Placement Matches nur gegen Spieler spielen, die ebenfalls noch nicht platziert sind. 

Ich spiele nicht umbedingt schlecht, möchte ich behaupten, jedoch bin ich auch kein Spieler, der einfach im Handumdrehen die Divisionen überspringt. Ich erreiche mein Limit schon sehr schnell, was einfach daran liegt, dass ich meinen Horizont nicht erweitern kann, da mich kein Match wirklich fordert. Entweder, mein Team dominiert und wir gewinnen viel zu schnell, oder der Fall tritt für den Gegner ein. Ich konnte die Grundlagen nach 3 Jahren nun endlich richtig lernen (gut, ich beherrschte sie vorher, aber nun bin ich auf einem Stand, wo ich sagen würde das ich sie sehr gut beherrsche), allerdings laufen Spiele eigentlich nur einseitig und so bin ich dazu verdammt, nicht gefordert zu werden um zu lernen, was es heißt in verschiedenen Positionen wie zu agieren oder reagieren.

Eine weitere Lösung für dieses Problem könnte eine 1v1-Map sein, die auch eine Ladder besitzt. So können Spieler im Wettbewerb spielen und werden aufs schärfste gefordert, da jeder Fehler sie das Spiel kosten kann. Zudem hat man keinen Sündenbock mehr außer sich selbst, was gerade mir sehr gut tun würde, denn selbst ich habe Vernunft in LoL verlernt und werde sehr schnell aufbrausend und haue unangebrachte Kommentare heraus - ob sie gerechtfertigt sein mögen oder nicht.


Danke fürs Lesen und einen wunderschönen guten Tag (und GLHF :P),

Mit freundlichen Grüßen,
Shenox